Was sprachübergreifender Duplicate Content bedeutet
Unterschiedliche Übersetzungen sind nicht automatisch ein Duplicate-Content-Problem. Entscheidend ist, ob jede URL eine klare Sprachzielgruppe hat und ob gleichsprachige regionale Kopien bewusst aufeinander abgestimmt sind.
Sprachübergreifender Duplicate Content entsteht, wenn Sprach- oder Regional-URLs sich überschneidende Inhalte anbieten, ohne dass für Nutzer und Suchmaschinen eine klare bevorzugte oder alternative Seitenbeziehung besteht.
Ein praktischer Prüfablauf
Erfassen Sie alle Sprach- und Regional-URLs, ermitteln Sie die sichtbare Sprache jeder Seite und setzen Sie danach wechselseitige hreflang-Angaben sowie – wo es passt – ein selbstreferenzierendes Canonical um.
Was Sie prüfen sollten
Prüfen Sie, ob jede alternative URL erreichbar und indexierbar ist, dieselbe Alternativgruppe benennt und in der richtigen Sprache sichtbar ist. Prüfen Sie Stichproben aus Templates und Sitemaps.
Grenzen und häufige Fehler
Setzen Sie das Canonical einer echten Übersetzung nicht auf eine andere Sprachversion. Verlassen Sie sich auch nicht auf eine automatische Weiterleitung nach Besuchersprache, damit alle Varianten erreichbar werden.
Erstellen Sie eine Matrix mit einer Zeile pro Inhaltskonzept und Spalten für Sprache, Region, Canonical-URL, alternative URLs, Aufnahme in die Sitemap und sichtbare Sprache. So finden Sie fehlende wechselseitige Angaben und Seiten, die versehentlich die falsche Sprache tragen. Crawlen Sie vor dem Release eine kleine Menge alternativer Seiten und vergleichen Sie Head-Tags ebenso wie die Sprache im Body-Bereich. Ziel ist eine klare Version für eine definierte Zielgruppe, nicht doppelte Übersetzungen um ihrer selbst willen.
Konkrete Anwendung und Prüfung
Prüfen Sie die Gruppe als Graph, nicht als einzelnes Tag. Rufen Sie für ein Inhaltskonzept jede Alternative auf, vergleichen Sie Canonical- und hreflang-Werte und bestätigen Sie, dass jede Seite auf dieselbe Gruppe zurückverweist. Prüfen Sie außerdem, ob der HTTP-Status endgültig und die Seite indexierbar ist. Sitemaps und HTML nach dem Rendering prüfen Sie getrennt, wenn verschiedene Systeme die Angaben erzeugen. Google dokumentiert, dass für die Sprachbestimmung sichtbarer Inhalt herangezogen wird. Ein korrektes Attribut kann daher keine gemischte Navigation und keinen nicht lokalisierten Seiteninhalt ausgleichen.