Was eine Linkbörse ist
Eine Linkbörse ist ein Vermittler, der Veröffentlichungsmöglichkeiten listet und einen Werbetreibenden oder SEO-Auftraggeber mit einem Websitebetreiber verbindet. Das kommerzielle Produkt kann eine kontextuelle Erwähnung, ein gesponserter Artikel, eine seitenweite Platzierung oder ein wiederkehrend gemieteter Link sein. Die Börse selbst ist ein Einkaufskanal. Sie macht eine Platzierung weder redaktionell verdient noch für eine bestimmte Suchmaschine geeignet.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil ein Link für ein echtes Publikum Wert haben und trotzdem bezahlte Werbung sein kann. Entscheidend ist nicht, ob eine Börse einen bekannten Namen oder einen großen Katalog hat. Entscheidend ist, was Leser sehen, wer die Platzierung kontrolliert, ob die kommerzielle Beziehung offengelegt ist und ob der Link dazu dient, Suchergebnisse zu manipulieren.
Kennzeichnung und Suchrichtlinien
Die veröffentlichten Richtlinien von Google besagen, dass bezahlte Links mit rel="sponsored" gekennzeichnet werden sollten, und erlauben nofollow als alternative Kennzeichnung. Sie bezeichnen außerdem den Kauf oder Verkauf von Links, die Ranking-Wirkung weitergeben, als Linkspam. Diese Regeln beschreiben den Umgang mit dem Link. Sie versprechen nicht, dass eine Kennzeichnung eine Kampagne risikofrei oder eine Platzierung nützlich macht.
<!-- A paid placement that should not pass ranking credit -->
<a href="https://example.com/resource" rel="sponsored">Resource partner</a>Ein Websitebetreiber kann trotzdem einen nützlichen Hinweis formulieren und auf eine relevante Quelle verlinken. Nicht abzuleiten ist, dass eine bezahlte Platzierung eine organische Empfehlung ist oder dass der Kauf eines Links ein steuerbarer Weg zu besseren Rankings ist. Suchmaschinen bewerten Links im Kontext und können ihre Systeme ändern, ohne eine Schwelle zu veröffentlichen.
Die Kennzeichnung beschreibt die Beziehung. Sie ersetzt keine Prüfung nach Verbraucherschutz-, Werbekennzeichnungs- und Vertragsrecht in der jeweiligen Rechtsordnung. Bewahren Sie die kommerziellen Unterlagen außerhalb des öffentlichen Texts auf, aber machen Sie den Hinweis auf der Seite für einen normalen Leser verständlich. Ein vages Etikett neben einem Link ist keine transparente Erklärung, warum die Platzierung existiert.
Eine Platzierung bewerten
Behandeln Sie die Prüfung als Bewertung von Werbung und Qualität. Beginnen Sie mit dem Publikum und dem Seitenthema des Websitebetreibers und lesen Sie die vorgeschlagene Platzierung so, wie es ein Besucher täte. Eine relevante, klar gekennzeichnete Quelle in einem dauerhaften Artikel ist etwas anderes als ein versteckter Footer-Link, ein fachfremder Absatz oder ein Angebot, das Keyword-Formulierungen braucht, um Ranking-Wirkung zu übertragen.
| Prüfung | Was zu prüfen ist | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| Passung zum Publikum | Bedient die Seite ein echtes Publikum, das das Ziel brauchen könnte? | Relevanz ist zuerst eine Frage für Leser und erst dann eine SEO-Frage. |
| Kennzeichnung | Ist die kommerzielle Beziehung klar, und ist der Link gegebenenfalls passend gekennzeichnet? | Leser und Suchmaschinen sollten nicht über Werbung getäuscht werden. |
| Platzierung | Ist der Kontext sichtbar, lesbar und stabil? | Versteckte oder standardisierte Platzierungen lassen sich kaum als redaktionelle Hilfe begründen. |
| Ziel | Liefert die finale URL die versprochene Quelle ohne Weiterleitungen oder reine Tracking-Inhalte? | Eine bezahlte Erwähnung kann eine nutzlose Zielseite nicht reparieren. |
- Dokumentieren Sie vor der Veröffentlichung die vorgeschlagene Seite, das Publikum, den Text, die Platzierung und die kommerziellen Bedingungen.
- Prüfen Sie das Ziel unabhängig auf Relevanz, Erreichbarkeit und die finale kanonische Route.
- Verlangen Sie bei einer bezahlten Platzierung einen klaren Werbehinweis und eine passende Link-Kennzeichnung.
- Sichern Sie Belege der veröffentlichten Seite und prüfen Sie sie später auf Änderungen, Entfernung oder einen anderen Kontext.
- Berichten Sie Referral-Aktivität getrennt von organischer Suchperformance, denn es handelt sich um unterschiedliche Messgrößen.
Grenzen und Fehler
Der häufige Fehler ist, eine Metrik der Börse in eine Abkürzung zu verwandeln. Ein Katalogwert, eine Kennzahl auf Domain-Ebene oder die Zahl der Platzierungen kann nicht belegen, dass ein Link Rankings verbessert. Metriken von Drittanbietern können beim Sortieren helfen, sind aber keine Google-Rankingmetriken und sollten die manuelle Prüfung von Thema, Publikum, Kennzeichnung und Ziel nicht ersetzen.
Ein anderer Fehler ist, eine bezahlte Kampagne als anonyme SEO-Taktik zu behandeln. Das schafft ein Kennzeichnungsrisiko und kann den Spam-Richtlinien der Suchmaschinen widersprechen. Wenn das Geschäftsziel Werbung oder Sichtbarkeit durch Referrals ist, planen und messen Sie es als Werbung. Wenn das Ziel redaktionelle Berichterstattung ist, investieren Sie in eine wirklich nützliche Ressource und in Outreach, bei dem Websitebetreiber unabhängig entscheiden können.
Halten Sie die Entscheidung umkehrbar. Notieren Sie Datum, Seite und vereinbarten Wortlaut und prüfen Sie die Live-Platzierung nach ihrem Erscheinen erneut. Ändert sich der Kontext, verschwindet die Kennzeichnung oder dient das Ziel dem Publikum nicht mehr, bitten Sie um eine Korrektur oder Entfernung. Das ist übliche Kampagnenpflege und kein Umweg um die Richtlinien der Suchmaschinen.
FAQ
Verstoßen Linkbörsen automatisch gegen die Regeln der Suchmaschinen?
Sollte ein bezahlter Link rel="sponsored" verwenden?
rel="sponsored" für bezahlte Links und akzeptiert nofollow als alternative Kennzeichnung. Wenden Sie die Regel auf die tatsächliche kommerzielle Beziehung und die Möglichkeiten der Plattform an.