Linkbasiertes Ranking

Linkbasiertes Ranking bedeutet, Links und ihren Kontext als eine Gruppe von Signalen zu nutzen, mit denen Suchmaschinen Webseiten finden, interpretieren und bewerten können.

Bedeutung und Umfang

Links verbinden Dokumente miteinander. Suchmaschinen können sie zum Entdecken von Seiten und als kontextuelle Signale nutzen. Doch keine öffentliche Regel besagt, dass mehr Links automatisch zu einer besseren Position führen. Relevanz, Platzierung, redaktioneller Zweck, Crawlbarkeit, Qualität des Ziels und viele Signale ohne Link beeinflussen, wie ein Link interpretiert wird.

Illustration des Mechanismus, der im Artikel zum linkbasierten Ranking beschrieben wird.

Praktischer Ablauf

Beginnen Sie mit einer crawlbaren internen Linkstruktur. Wichtige Seiten sollten über normale HTML-Links aus relevanten Hubs erreichbar sein, mit beschreibendem Ankertext und einer finalen kanonischen Zielseite. Bei externen Links prüfen Sie die verweisende Seite und den Grund, aus dem Leser auf die Quelle stoßen. Notieren Sie Weiterleitungen, nofollow- oder sponsored-Attribute und ob sich die Quellseite selbst abrufen lässt.

Was Sie prüfen sollten

Prüfen Sie zuerst die internen Linkpfade der eigenen Website, bevor Sie externe Vergleichsmetriken heranziehen. Eine Stichprobe aus dem Crawling kann verwaiste Seiten, defekte Ziele und uneinheitliche Canonical-Ziele zeigen. Ein Backlink-Index liefert Hinweise, ist aber unvollständig und kann einen anderen URL-Umfang oder ein anderes Datum melden. Werten Sie die zugrunde liegenden URLs als Belege aus und nicht den Score als Fazit.

Grenzen und häufige Fehler

Kaufen, tauschen oder automatisieren Sie keine Links, um Rankings zu manipulieren. Googles öffentliche Spam-Richtlinien verbieten Linkspam. Eine verantwortungsvolle Linkstrategie dient der Navigation oder dem Quellenbedürfnis der Leser und macht die Beziehung klar erkennbar.

Beginnen Sie mit den internen Links, weil Sie sie beobachten und steuern können. Crawlen Sie die Website, gruppieren Sie Seiten nach Template und vorgesehenem Hub und suchen Sie dann nach verwaisten Seiten, Links auf Weiterleitungen, defekten Zielen und Navigationsbezeichnungen, die nicht zum Ziel passen. Notieren Sie bei jedem Problem die Quell-URL, den Anker oder die Komponente, die Ziel-URL, die finale Antwort und das kanonische Ziel. So wird aus einer Beobachtung in der Linkstruktur eine Aufgabe, die sich beheben lässt.

Bei externen Links trennen Sie Entdeckung von Bewertung. Ein Backlink-Anbieter kann Quell-URL, Ziel-URL, Erst- und Letztsichtung, Ankertext und eigene Kennzahlen liefern. Diese Angaben sind Anhaltspunkte, keine gesicherte Wahrheit. Öffnen Sie eine Stichprobe der Quellseiten und prüfen Sie, ob der Link existiert, im Kontext relevant ist, nicht entfernt wurde und auf die vorgesehene finale öffentliche Seite führt. Halten Sie fest, ob die Stichprobe vollständig, teilweise oder nicht verfügbar ist.

Einen kontextuellen internen Link prüfen Sie mit einer einfachen Frage: Gibt die aktuelle Seite dem Leser einen konkreten Grund, das Ziel aufzurufen? Eine Leistungsübersicht kann auf eine ausführliche Umsetzungsanleitung verlinken, ein Glossarbegriff auf einen verwandten Begriff. Eine Seite sollte nicht jede andere URL im selben Silo verlinken, nur um Volumen zu erzeugen. Linkpfad und Fließtext sollten auch dann Sinn ergeben, wenn es gar keinen Crawler gäbe.

Die Überprüfung nach einer Linkkorrektur umfasst einen neuen Crawl des betroffenen Templates, einen direkten Klicktest und die Prüfung des finalen Ziels. Melden Sie eine höhere Anzahl nicht als Ranking-Ergebnis. Die öffentlichen Spam-Richtlinien von Google setzen die Grenze: Links, die vor allem Rankings manipulieren sollen, können als Linkspam gelten, egal wie aufwendig die Struktur wirkt.

Fehlt ein Quelllink oder kann ein Anbieter ihn nicht abrufen, kennzeichnen Sie ihn als nicht verfügbar. Schließen Sie nicht auf eine Entfernung, den Nutzen eines Disavows oder eine Auswirkung aufs Ranking. Linkdaten sind immer unvollständig und zeitgebunden. Eine datierte, nachvollziehbare Stichprobe ist verlässlicher als eine Gesamtzahl, die Live-, weitergeleitete, gelöschte und ungeprüfte URLs vermischt.

FAQ

Ist jeder Backlink eine gleichwertige Stimme?
Nein. Entscheidend sind der Linkkontext und die Art, wie eine Suchmaschine den Verweis bewertet.
Kann ein Autoritätswert eines Drittanbieters Googles Linkbewertung erklären?
Er kann bei der Recherche helfen. Es ist aber das Modell eines Drittanbieters und kein Einblick in Googles Berechnung.